Feurige Töne – ohne Funkenflug

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Am Samstagabend, 19. November 2011 lud der Musikverein Eintracht zum Herbstkonzert in die Gottswaldhalle Griesheim ein.

Eröffnet wurde das nicht ganz ausverkaufte Konzert traditionell von der Jugendkapelle des Musikvereins unter der Leitung von Matthias Rosa. Fünfzehn Nachwuchsmusiker spielten unter anderem ein Thema  aus der Sinfonie mit dem Paukenschlag von Joseph Haydn. Alle entstammen der Bläserklasse der Grundschule Griesheim, einem Kooperationsprojekt mit dem Musikverein.

Bei “School Spirit” hatten sich alle warm gespielt, bevor nach einer kleinen Zugabe, ebenfalls dirigiert von Matthias Rosa, die Großen an der Reihe waren.

Der Musikverein Eintracht Griesheim unter der Leitung von Matthias Rosa

Für acht der zweiunddreißig Musiker war das Herbstkonzert der erste Auftritt vor Publikum mit dem großen Ensemble. Jüngstes Mitglied ist die zwölfjährige Laura Maier an der Querflöte. Damit umfasst die Besetzung eine Spanne von sechzig Lebensjahren. Mit 72 Jahren ist Manfred Wacker der älteste Aktive. Das Durchschnittsalter liegt 2011 bei 29 Jahren, 2008 lag es mit 23 Musikern noch bei 34, verriet Elke Gebhard, Vorstandsmitglied des Musikvereins Griesheim.

Durch das Programm führten die Musiker selbst, angefangen mit Gilbert Tinners Opening Music über die Schönsten Melodien aus den Werken Guiseppe Verdis, Carl Orffs Carmina Burana zu Israel Shalom, einer durch zahlreiche Tempiwechsel abwechslungsreichen, folkloristisch beeinflussten Rhapsodie von Klees Vlak. Die Soli an der Klarinette wurden gespielt von Elke Gebhard und Josef Dobler.

Werner Kempf, Peter Nenninger, Alexander Schadt und Phlip End

Höhepunkt des ersten Konzertteils war das vierstimmige Trompetensolo, geblasen von Werner Kempf, Peter Nenninger, Alexander Schadt und Phlip End. Bei Soli ein Stück zu finden, bei dem die Solisten und das Orchester gefordert sind und das  Zuhörer jeden Alters anspricht, sei die Kunst bei der Auswahl der Musikstücke, erklärte Josef Dobler in seiner Anmoderation. Dies sei mit “Trumpet Live” gelungen.

Der zweite Teil war geprägt von modernen Arrangements, wie dem Titelthema der Fernsehserie Hawaii Five-O, aber auch einer Orchesterbearbeitung des wohl bekanntesten Orgelwerkes von Johann Sebastian Bach, der Toccata in D-Minor, bevor es mit dem Medley Abba Cadabra zum Finale kam. Allein der Feuerwerkseffekt versagte den Dienst beim Schlussakkord. Er ließ sich auch bei den Zugaben, dem Erzherzog Albrecht Marsch und Nessaja, nicht zum Funkensprühen überreden. Das Publikum applaudierte trotzdem.

Mit einem gemütlichen Beisammensein ließen Musiker und Zuhörer den Abend gemeinsam ausklingen.

Im Rahmen des Herbstkonzerts wurden 10 Junge Musiker für Ihr Bestehen des Musikerleistungs-abzeichens geehrt. Das bronzene Leistungsabzeichen erreichten: Laura Maier, Denise Breithaupt, Michaela Wurz, Marius Karch, Janis Rentschner, Samuel Fink, Jannik Rendler, Finn Hambrecht und Nico Kaufeis. Bereits die Prüfung zum silbernen Leistungsabzeichen bestand Anja Krumm. Die Ehrung nahm Florian End vor.

 

Erstveröffentlichung 22.11.2011, Offenburger Tageblatt

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